Eine Katzenklappe bedeutet für Freigänger mehr Freiheit – doch wie lässt sich eine Katze an die Katzenklappe gewöhnen? In diesem Beitrag zeigen wir euch unseren einfachen Karton-Trick und verraten, welche technischen Helfer uns den Alltag mit Findus deutlich erleichtern.

1.1 Warum eine Katzenklappe mit Chiperkennung?
Eine Mikrochip-Katzenklappe erkennt den bereits vom Tierarzt implantierten Chip der Katze und öffnet sich nur für registrierte Tiere. Dadurch können keine ungebetenen Gäste ins Haus gelangen. Für uns war das die ideale Lösung. Findus kann jederzeit nach Hause kommen, während wir trotzdem wissen, dass nur er Zugang hat.

Einstellmöglichkeiten der Katzenklappe mit Chiperkennung:
- Oben: Die Katze darf hinein- und hinausgehen
- Links: Die Katze darf weder hinein noch hinausgehen
- Unten: Kie Katze darf nicht hinaus, aber hineingehen
- Rechts: die Katze darf nicht hinein, aber hinausgehen
Neben Mikrochip-Katzenklappen gibt es auch Modelle mit Magnet- oder Infrarothalsband sowie einfache Katzenklappen ohne Zugangskontrolle. Welche Variante am besten geeignet ist, hängt von euren Bedürfnissen ab. Wer verhindern möchte, dass fremde Katzen ins Haus gelangen, fährt mit einer Mikrochip-Katzenklappe in der Regel am besten.
Tipp: Falls ihr noch auf der Suche nach einer passenden Katzenklappe seid, findet ihr hier* eine Auswahl der gängigsten Modelle – darunter auch die Mikrochip-Katzenklappe*, die wir seit über zwei Jahren selbst nutzen und mit der wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. (beides Affiliate-Links)
1.2 Die eigentliche Herausforderung: Wie lässt sich eine Katze an die Katzenklappe gewöhnen?
Wer Katzen kennt, weiß: Neue Dinge werden zunächst oft mit einer gesunden Portion Misstrauen betrachtet. Zum Glück hat Findus eine besondere Leidenschaft: Kartons. Egal ob Paketkarton, Umzugskiste oder irgendeine Verpackung, die gerade im Haus steht – Findus muss sofort hineinklettern, alles erkunden und es sich anschließend gemütlich machen. Und genau diese Vorliebe haben wir uns zunutze gemacht.

1.3 Unser Karton-Trick
Bevor die Katzenklappe überhaupt in eine Tür eingebaut wurde, haben wir sie zunächst in einen großen Karton eingebaut. Anschließend begann das Training. Mit ein paar Leckerlis lockten wir Findus immer wieder durch die Klappe in den Karton hinein und wieder hinaus. Anfangs war er noch etwas skeptisch, doch seine Neugier war letztlich stärker. Schon nach kurzer Zeit lief er ganz selbstverständlich durch die Öffnung. Für ihn war es offenbar weniger eine Katzenklappe als vielmehr ein neues spannendes Spielzeug. Rückblickend war das wahrscheinlich die einfachste und stressfreieste Methode, die wir hätten wählen können. Und ganz nebenbei entstanden dabei einige schöne Erinnerungsfotos.
VIDEO: Hier wird Findus für das erste Benutzen der Katzenklappe belohnt:
Dieses Video wurde mit KI optimiert.
Damit die Katzenklappe eure Katze erkennt, wird sie zunächst in den Lernmodus versetzt. Geht die Katze anschließend einmal durch die Klappe, speichert diese den Mikrochip automatisch ab. Wichtig ist, dass die Katze mit dem Kopf zuerst hindurchgeht, damit der Chip erkannt wird. Danach öffnet die Katzenklappe nur noch für eure registrierte Katze.
Tipp: Falls ihr noch keine Katzenklappe habt, können wir dieses Modell* (Affiliate-Link) empfehlen. Wir nutzen sie inzwischen seit über zwei Jahren und haben durchweg gute Erfahrungen damit gemacht. In Kombination mit ein paar leckeren Snacks gelingt die Eingewöhnung meist ganz entspannt.
1.4 Der Einbau in die Tür
Nachdem Findus das Prinzip verstanden hatte, bauten wir die Katzenklappe schließlich in die Tür unseres Hauswirtschaftsraums ein. Der Wechsel funktionierte erstaunlich problemlos. Da er die Klappe bereits aus dem Karton kannte, musste er sich eigentlich nur noch an den neuen Ort gewöhnen. Heute nutzt er seinen eigenen Eingang ganz selbstverständlich und kommt und geht, wann immer ihm danach ist.
2. Wenn der Freigänger Geschenke mitbringt …
Wer eine Katze mit Freigang hat, kennt vermutlich das nächste Thema ebenfalls. Findus bringt uns gelegentlich Geschenke mit. Leider handelt es sich dabei nicht um Blumen oder Schokolade. Vielmehr hält er Mäuse für eine angemessene Aufmerksamkeit.

Manchmal sind seine Mitbringsel bereits recht regungslos – manchmal dagegen ausgesprochen lebendig. Und spätestens wenn eine Maus plötzlich durchs Wohnzimmer flitzt, lernt man die Jagdfähigkeiten seiner Katze noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Da wir auf solche Überraschungen möglichst verzichten möchten, haben wir uns dafür eine kleine technische Lösung einfallen lassen.
2.1 Unsere Lösung: Erst schauen, dann reinlassen
Im Hauswirtschaftsraum haben wir eine kleine Innenkamera installiert. Sobald Findus durch die Katzenklappe nach Hause kommt, erhalten wir eine Benachrichtigung und können kurz nachsehen, ob er allein unterwegs war oder wieder eine Beute mitgebracht hat. Die Tür vom Hauswirtschaftsraum zum restlichen Haus bleibt zunächst geschlossen. Wenn keine Maus zu erkennen ist, darf er ganz normal ins Haus. So konnten wir uns schon einige spannende Rettungsaktionen ersparen.

Die Kamera ist per WLAN mit einer App verbunden und kann bei Bedarf auch manuell über eine Abdeckung geschlossen werden.
Tipp: Falls ihr ebenfalls eine Kamera zur Kontrolle der Katzenklappe sucht: Wir nutzen dieses Modell* (Affiliate-Link) seit längerer Zeit und sind mit der Bildqualität sowie der Benachrichtigungsfunktion sehr zufrieden.
Natürlich hat Findus im Hauswirtschaftsraum alles, was er braucht:
- frisches Wasser
- Futter
- einen gemütlichen Schlafplatz
- und ausreichend Platz, um auf seinen Einlass zu warten
Dieses System funktioniert für uns inzwischen erstaunlich gut. Und die Kamera hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn wir unterwegs oder im Urlaub sind, können wir jederzeit nachsehen, ob es Findus gut geht und ob er wie gewohnt zum Fressen und Trinken nach Hause kommt. Allein dieses beruhigende Gefühl möchten wir inzwischen nicht mehr missen.
Tipp: Mittlerweile gibt es sogar Katzenklappen mit integrierter Mauserkennung* (Affiliate-Link). Sie erkennen mithilfe einer Kamera und KI, ob die Katze Beute im Maul hat, und bleiben in diesem Fall verschlossen. Wir haben diese Technik erst kürzlich entdeckt und bisher noch keine eigenen Erfahrungen damit gesammelt – finden den Ansatz aber sehr interessant.
3. Sicherheit für Freigänger
Als Findus begann, größere Runden zu drehen, wollten wir natürlich wissen, wo er unterwegs ist und ob alles in Ordnung ist. Deshalb trägt er inzwischen einen GPS-Tracker. Gerade in den ersten Monaten als Freigänger hat uns das ein deutlich beruhigenderes Gefühl gegeben. Welche Erfahrungen wir mit dem GPS-Tracker gemacht haben, erzählen wir in einem separaten Beitrag, den ihr hier findet.

4. Fazit
Der Karton-Trick war für uns ein voller Erfolg. Anstatt Findus direkt mit einer fest eingebauten Katzenklappe zu konfrontieren, konnte er die neue Situation spielerisch kennenlernen. Da Kartons ohnehin zu seinen absoluten Lieblingsorten gehören und Leckerlis ebenfalls nicht verschmäht werden, war die Motivation entsprechend groß. Heute nutzt er seine Katzenklappe ganz selbstverständlich und wir fragen uns manchmal, warum wir uns damals überhaupt so viele Gedanken gemacht haben. Nur bei seinen Mäuse-Geschenken hätten wir uns gewünscht, dass er etwas weniger schnell lernt.
Habt ihr eure Katze ebenfalls an eine Katzenklappe gewöhnt? Oder bringt euer Freigänger auch regelmäßig gut gemeinte Überraschungen mit nach Hause? Dann erzählt uns gerne von euren Erfahrungen in den Kommentaren.
5. Bald auf dem Blog: Technik, die uns bei der Versorgung von Findus unterstützt, wenn wir nicht zu Hause sind.
Im Laufe der Zeit hat sich bei uns einiges an Technik angesammelt, die den Alltag mit Freigänger-Kater Findus erleichtert. Von der Katzenklappe über Kameras bis hin zu verschiedenen Futterautomaten für Trockenfutter* und Nassfutter* haben wir nach und nach Lösungen gefunden, die für uns wirklich praktisch sind. (beides Affiliate-Links)
Deshalb planen wir aktuell einen weiteren Beitrag, in dem wir zeigen, wie wir Findus auch dann versorgen und im Blick behalten können, wenn wir unterwegs sind oder Urlaub machen. Wir nehmen euch gerne mit und berichten euch, welche Lösungen sich bei uns im Alltag wirklich bewährt haben.


